Durch die Chest Pain Unit wird Notärzten, zuweisenden Ärzten und Krankenhäusern rund um die Uhr ein kompetenter Ansprechpartner geboten, der sie bei Notfällen berät und ihre Patienten gegebenenfalls aufnimmt und versorgt. Den Patienten wird eine rasche, qualitativ hochwertige Diagnostik und Therapie angeboten.
Für diese Aufgabe ist die Chest Pain Unit mit geschultem
ärztlichen und medizinischem Personal und einer
hochwertigen technischen Ausstattung bestens ausgerüstet.
Dazu gehören u.a. die echokardiographische Diagnostik am
Krankenbett sowie die Möglichkeit der kontinuierliche
Registrierung der ST-Strecke im EKG, einen wichtigen
Indikator für einen Herzinfarkt.
Die Behandlung richtet sich nach nationalen und
internationalen Leitlinien der Fachgesellschaften und
berücksichtigt die Schwere der Erkrankung sowie das
individuelle Risiko des Patienten. Bei geringem Risiko kann
der Patient auf eine Station verlegt werden; kritische
Fälle oder Patienten mit Herzinfarkt werden dagegen auf
eine nächsthöhere Überwachungsstufe
(Kardio-Intensivstation) verlegt.
Andererseits können Patienten ohne erkennbares Risiko oder
eine schwere Herzerkrankung rasch nach Hause entlassen und
von der Sorge um ihren Gesundheitszustand befreit werden.
Dadurch werden Behandlungskosten gering gehalten,
Fehlbelegungen zu reduziert und somit verfügbare Ressourcen
für die kranken Patienten optimal eingesetzt.
Entscheidend für die Umsetzung des neuen Notfallkonzepts
sind die optimalen räumlichen Voraussetzungen. Einmalig ist
auch die Nähe der Chest Pain Unit zu den
Herzkatheterlaboren, diese erlaubt eine schnelle Versorgung
kritisch kranker Herzpatienten.
Insgesamt handelt es sich um ein innovatives
Patientenversorgungssystem, welches die Qualität der
Notfallversorgung von Patienten mit Brustschmerz im Raum
Mainz optimiert. Darüberhinaus werden Patientenströme
gelenkt zu lenken und eine kosteneffektive Versorgung unter
Ausnutzung stationärer und ambulanter Strukturen
sichergestellt.